Umstieg aufs Fahrrad

Der Umstieg vom Auto aufs Fahrrad ist eigentlich ganz einfach. Seit drei Wochen fahre ich jetzt regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit: Jeweils 14 Kilometer hin und zurück machen pro Tag insgesamt 28 Kilometer, die ich unterwegs bin. Bisher hatte ich mit dem Wetter Glück und es war meistens sonnig, maximal bewölkt. Morgens bin ich jetzt auf jeden Fall erfrischter und komme auf meiner Strecke außerdem an einigen wunderschön idylischen Elbablegern mit Blick auf die Hamburger Skyline vorbei. Gegen den Schweiß nach dem Fahren helfen eine Dose Deo und frische Klamotten zum Wechseln.

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2 Kommentare

  1. Hallo Philipp,

    ich bin gerade im “Abnabelungsprozess” von meinem Auto :-) und habe den Sprung noch nicht ganz geschafft. Ich fahre leidenschaftlich gerne Fahrrad, schaffe es inzwischen, in Alltag und Freizeit komplett auf mein Auto zu verzichten, jedoch beruflich noch nicht. Ich habe mit dem Rad einen Arbeitsweg von 12 km einfache Fahrt, wunderschön fast nur durch Naturschutzgebiete am Nord-Osten Hamburgs. Vor den Sommerferien (ich bin Lehrerin) bin ich 2-3 mal die Woche mit dem Fahrrad gefahren, aber nur, wenn das Wetter einigermaßen stabil war. In den Ferien habe ich mein Auto gar nicht gebraucht und nun möchte ich dies auch nach den Ferien weiter so machen. Das Fahrrad macht den Kopf frei, hält fit, kostet viel weniger in der Unterhaltung, bringt einfach ein ganz anderes Lebensgefühl mit sich. Aber was ist, wenn der Winter kommt? Morgens bei Dunkelheit? Wenn es Bindfäden regnet? Wenn mein innerer Schweinehund zu stark ist? Kurz: Ich möchte gerne komplett mein Auto abschaffe, traue mich aber nicht. Meine Frage an Dich: Hast Du noch ein Auto oder bist Du komplett umgestiegen?

    Ich möchte diesen Winter einfach mal “testen”, wie weit ich tatsächlich ohne Auto auch beruflich klarkomme. Derzeit überkommt mich immer wieder die Sorge, dass ich mich plötzlich nach meinem Auto zurücksehnen werde und mich tierrisch ärgere über den Verkauf!
    Nun suche ich übers Internet ein paar Gleichgesinnte, die mir über ihre Erfahrungen berichten können.

    Vielleicht bist Du ja so einer :-)!

    Herzliche Grüße,
    Kiene

  2. Hallo Kiene,

    inzwischen bin ich auch schon öfters mal bei Regen gefahren. Nass bin ich dabei trotz Regenjacke auch geworden. Auf der Arbeit ziehe ich mich dann immer um, also neue Hose, Hemd/Pullover, Socken und Schuhe. Mir persönlich macht es sogar Spaß bei Regen zu fahren - solange ich weiß dass ich danach wieder trockene Sachen anziehen kann.
    Es gibt Regenponchos speziell zum Fahrradfahren. Gamaschen für die Füße habe ich auch schon ausprobiert, bin aber nicht so überzeugt davon. Einerseits schwitzt man von innen und andererseits gehen sie schnell kaputt, wenn man damit normal geht.

    Wegen dem Winter habe ich nicht soviele Sorgen, wenn er wieder so mild wie in den letzten Jahren ausfällt. Anstrengender könnte der Herbst werden, wenn es mehr regnet.

    Plan-B
    Mein Auto habe ich inzwischen nicht mehr. Wenn es mal gar nicht anders geht könnte ich aber auch mit Bus und Bahn fahren und müsste nur 15 Minuten früher losgehen. In Notfällen bin ich also nicht aufgeschmissen.

    Behalte dein Auto doch erstmal und teste wie es ist, bei Regen zu fahren. Wenn man gut eingekleidet und danach wieder “im Warmen” ist, kann es sogar das Immunsystem stärken.

    Pannen
    Für Pannen habe ich Werkzeug und einen Ersatzschlauch dabei, damit ich diesen schnell und einfach tauschen kann. Den kaputten Schlauch flicke ich dann später, wenn ich wieder Zuhause bin. Seitdem ich spezielle Reifen mit einer Schutzschicht gegen scharfe Gegenstände habe, hatte ich aber keine einzige Schlauchpanne mehr (die guten kosten ca. 30-40 Euro pro Reifen).

    Licht
    Gute Lampen sind auch Pflicht. Für die Herren und Damen in Grün (bzw. neuerdings in Blau) muss bei einer Kontrolle eine dynamogetriebene Lampe am Rad sein. Für sich selber braucht man aber auch eine starke batteriebetriebene Lampe (ab 10 Lux). Für die kurzen, dunklen Tage im Winter habe ich wiederaufladbare Batterien und ein “intelligentes” Ladegerät mit automatischem Ladestopp am Ende des Ladevorgangs, so dass ich immer volle Batterien zur Hand habe.

    Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass du es auch schaffst umzusteigen. Die ersten positiven Erfahrungen hast du ja bereits gemacht. Das gute Gefühl, trotz widriger Umstände auch mit dem Fahrrad zu fahren, gleicht die Mühen mehr als aus. Und bei gutem Wetter ist es sowieso die schönere Alternative.

    Philipp

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